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Hi @ all,
Vorab: JAB wurde oben als Alternative für TOR angegeben. Das ist auch so weit richtig, allerdings gibt es bei JAB ein kleines Problem und zwar werden alle Exit-Notes von der Regierung oder Regierungsnahen Organisationen wie z.B. einer Staatlichen Universität gestellt. Dies ist weiterhin nicht schlimm, sollte es jedoch dazu kommen, dass Daten zukünftig geloggt werden, dann wird die Umstellung auf Loggen sehr schnell und unproblematisch sein, ohne dass der Endnutzer das zwing end mitbekommen wird.
Nun zu meinem eigentlichen anliegen. Ich nutze TOR bereits seit mehreren Jahren. Ich habe mein Surfverhalten teilweise an TOR angepasst und komme damit sehr gut klar. Ich selber betreibe 2 TOR-Server welche allerdings beide nur eine weiterleitende Funktionalität besitzen. D.h. Ich leite die Pakete von irgendwo nach irgendwo, bin selber allerdings keine Exit-Note. Damit das Prinzip von TOR funktioniert, müssen die IP-Adressen bekannt sein, damit sich die Server untereinander verbinden können. Es gibt im Internet Listen, mit den IP-Adressen der TOR-Server, welche leider auch zweckentfremdet genutzt werden. Z.B. von Google oder Wikipedia. Versucht man diese Seite mit einer IP-Adresse aufzurufen, welche auf der Liste steht, kommt es zu Komplikationen (z.B. Posten bei Wikipedia nicht mögliche). Hierbei handelt es sich meiner Auffassung nach um einen tragbaren Nebeneffekt. Allerdings hat sich das letzte Woche geändert. Ich habe (beide Anschlüsse laufen nicht auf meinen Namen) letzte Woche 2 Briefe von Anwälten bekommen, welche mir unterstellt haben, dass ich illegales Filesharing betreiben würde. Als ich den 1. Brief bekommen habe, dachte ich, dass es sich um eine Verwechslung halte müsse, da ich kein Filesharing betreibe und nicht mal die benötigte Software installiert habe. Als allerdings der 2. Brief (für den anderen Anschluss) angekommen ist, habe ich versucht der Sache auf den Grund zu gehen. Ich habe beide Systeme überprüft und festgestellt, dass unter normalen Umständen (d.h. falls ich nicht einen Trojaner habe, von dem ich nichts weiß) keine Möglichkeit besteht, dass von meinem System aus illegales Filesharing betrieben wird. Meine VERMUTUNG ist nun die, dass es Anwälte gibt, die sich TOR IP-Adressen aneignen und dann ohne jegliche Grundlage eine Klage gegen diese führen. Ich habe das Wort „Vermutung“ extra groß geschrieben, da ich diese These derzeit nicht belegen kann. Dies ist auch der Grund dafür, dass ich den Namen der Hamburger Anwaltskanzlei nicht öffentlich nenne. Sollte es jedoch auch bei anderen TOR-Nutzern zu diesem Phänomen gekommen sein, würde ich mich sehr freuen, wenn diese auch damit auch an die Öffentlichkeit treten würden, da ich dieses Vorgehen selbstverständlich missbillige.
Gruß TOR-Nutzer
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